Was soll man dazu sagen? Es soll­te nur ein kur­zer Spa­zier­gang an der Elbe wer­den – es wur­de ein biss­chen mehr.

Was da hin­ter einem klei­nen Wei­den-Pap­pel-Hain liegt, ist immer wie­der fas­zi­nie­rend. Es ist vor der Haus­tür und doch ist es das nicht. Ich gehe den Strand ent­lang, gehe in der Elbe baden und las­se mich von der Son­ne bräu­nen. Die Wei­den (ich nen­ne sie immer die Pal­men des Nor­dens) rau­schen im Wind, und das Was­ser ist wär­mer als der Oort­ka­te­ner See – konn­te ich kaum glau­ben, aber das haben mir auch ande­re erzählt.

Und mir nichts, dir nichts, sehe ich auf ein­mal im Strand die­se Krei­se, die­se mehr­schich­ti­gen, ter­ras­sen­ar­ti­gen Was­ser­be­cken. Ich schaue mir das genau­er an und den­ke, dass kann aber nicht mal eben jeder daher­ge­lau­fe­ne Elb­bud­de­ler gewe­sen sein. Nach eini­ger Zeit ent­de­cke ich einen Jun­gen, den Jan, der mir dann auch herz­lichst erzählt, wie und war­um er das gebaut hat. Als sein Vater auf­taucht, erzählt auch er uns – mit Hän­den und Füßen aller­dings (er ist taub­stumm) –, wie das alles erbaut wur­de; er ist sicht­lich stolz auf sei­nen Sohn. Das alles hat kei­ne Stun­de gedau­ert, erzäh­len sie, und wir sehen zu, wie das gan­ze in einer Stun­de wie­der von der Elbe an sich geris­sen wird. So ist das manch­mal im Leben.

Dann schlen­de­re ich wei­ter und tau­che in das Schilf ab. Es ist ein Schilfwald, und an einer Lich­tung ent­de­cke ich mit­ten im Grün wun­der­schö­ne klei­ne Blü­ten einer Pflan­ze, die ich lei­der nicht iden­ti­fi­zie­ren konn­te, was die­se aller­dings in ihrer Schön­heit nicht beein­träch­tigt hat. Dann schaue ich mir die klei­ne Prie­le an (nen­nen wir das jetzt ein­mal so) und freue mich, was für schö­ne For­men sich da so erge­ben.

Wäh­rend ich mich so vor mich hin freue, höre ich auch schon Geräu­sche, die kaum von Men­schen stam­men kön­nen – ich sehe Pfer­de, und zwar im Was­ser. Gut kann man jetzt sagen, ein Pferd und ein biss­chen Was­ser und so wei­ter. Aber es war etwas ganz beson­de­res, dem Pferd und sei­ner Rei­te­rin, der Jule, zuzu­schau­en, zu sehen, wie sich auch das Pferd an der Elbe freut (und so wei­ter).

Und so ver­ging ein wun­der­schö­ner Tag an der Elbe, der eigent­lich nur ein Spa­zier­gang sein soll­te.