Komm, spiel mit mir

Kapitel 12

So und so

Das geht über Wochen, Monate – Jahre. Dranbleiben. Nachfragen. Mal wieder vorbeischauen. Ja genau, ja, schönes Wetter, ach die Kleinen, die wären so glücklich hier, jajaja. Neuengamme, Altengamme, Kirchwerder, hier was gehört, da was gesehen. Alles nicht so einfach.

Doch die Suche lässt mich nicht los. Denn mir begegnen immer wieder Häuser, die verfallen, unbelebt sind oder einfach nur schön. Ich fahre mit meinem Fahrrad, zur Arbeit oder sonstwohin, und auf so mancher Tour, schauen sie mich an, und hoffen, dass etwas passiert. Doch es passiert nicht.
„Ihr spinnt doch!“, hören wir aus allen Ecken und Enden, wenn wir jemandem etwas von unserem Traum erzählen.
„Ihr habt ja auch zu hohe Ansprüche, das findet ihr nie! Ihr habt doch ein Haus, was wollt ihr denn?“
Doch es geht uns nicht darum, dass wir uns über etwas beschweren. Wir haben ein tolles, schönes Haus, und wir haben einen kleinen Garten – das ist mehr, als man sich wünschen kann. Es geht uns  um etwas anderes. Es geht uns um dieses Gefühl, das ich aus meiner Kindheit kenne, und das mich immer wieder an sich reißt. Dieses Gefühl von alten Mauern, die etwas erzählen, von Menschen, die zusammen etwas erbauen, von Natur und Tieren, von Sonnenstrahlen und Regentropfen.
Die Sonne strahlt durch die dünnen Fensterscheiben, ich wache auf. Das Zimmer, goldgelb und wohlig warm, flüstert mir zu, dass ich noch ein wenig länger im Bett bleiben sollte. Aber ich will nicht mehr, und so springe ich auf und poltere die enge Holztreppe herunter ins Wohnzimmer und überfalle meine Eltern mit einem Plan: „Ich ziehe mich jetzt an und dann esse ich schnell was und dann wasche ich mich, ja genau, und dann gehe ich aber gleich runter zu Nico, ja?, und dann gehen wir raus in den Garten und spielen die Grashüpfer, ja?, auf der Schaukel, du weißt schon, da gehen wir dann hin, Nico und ich, da gehen wir doch immer hin, und dann kommt Eva und Michael und Nadja und dann spielen wir Grashüpfe, ja?“
Diesen Moment in diesem alten Haus in diesem kleinen Zimmer unter dieser dicken Bettdecke, in dem mich leise Sonnestrahlen zum Leben erweckt haben, werde ich nie vergessen. Es ist dieser Ort voll Hoffnung und Erwartung, voll Lachen und Wir-schaffen-das-alles aus meiner Kindheit, den ich auch hier und jetzt schaffen möchte. Es geht darum, dass wir etwas teilen möchten. Wir möchten das, was wir haben, was wir hier aufbauen wollen, in die Welt tragen, dass jeder kommen soll, und wir wollen mit allen zusammen diesen Ort zum Leben erwecken. Dies ist kein Traum, das wird die Wahrheit.

Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker.

haustraum2

Tipps für uns?

Wenn ihr irgendwelche Tipps für uns habt, würden wir uns wirklich sehr freuen, wenn ihr uns anmailen würdet (über eine tolle „Belohnung“ können wir dann auch reden ;) info@4lande.de