Die Rea­li­tät

Kapi­tel 13
Da stan­den wir nun also in der Zei­tung. Auf der Titel­sei­te. “Wieb­ke” soll­te ein Feri­en­zm­mer hei­ßen, das wir machen woll­ten. Denn Frau Schwir­ten von der Ber­ge­dor­fer Zei­tung war es, die uns das ermög­lich­te. 2014, du liegst hoff­nungs­voll vor uns.

Komm, spiel mit mir

Kapi­tel 12
Das geht über Wochen, Mona­te – Jah­re. Dran­blei­ben. Nach­fra­gen. Mal wie­der vor­bei­schau­en. Ja genau, ja, schö­nes Wet­ter, ach die Klei­nen, die wären so glück­lich hier, jaja­ja. Neu­en­gam­me, Alten­gam­me, Kirch­wer­der, hier was gehört, da was gese­hen. Alles nicht so ein­fach.

Der blaue Mak­ler

Kapi­tel 11
Der Wind pfeift durch die alten Pap­peln, die Äste kräch­zen und knar­zen. Zwi­schen den wuch­ti­gen, tief­nar­bi­gen Baum­stäm­men raschelt das Reet – etwas der­ar­ti­ges habe ich noch nie gese­hen. Ganz ver­zau­bert blei­be ich ste­hen und las­se den Moment ein wenig auf mich wir­ken.

To Build A Home

Kapi­tel 10
The Cine­ma­tic Orches­tra läuft, To Build A Home, der Rest war wie ein Traum. Wir sit­zen am Tisch in der Küche und star­ren ins Lee­re. Alles ist grau und tot. Der Him­mel ist grau, die Bäu­me sind grau, das Licht ist grau. Abso­lu­te Ruhe. In der Trau­er ist alles ganz lei­se, und man hat nur noch einen Wunsch – dass es auf­hört. Doch es hört nicht auf.

Eine klei­ne Vor­ge­schich­te

Kapi­tel 9
Ein paar Jah­re spä­ter. Ich ste­he auf, grei­fe mei­ne Jacke, grei­fe in die Sei­ten­ta­sche – und zucke zusam­men. Wo ist mein Porte­mon­naie? Ich grei­fe in die ande­re Jacken­ta­sche, grei­fe in die Hosen­ta­schen, suche mei­ne rest­li­chen Taschen ab, doch wo ist mein Porte­mon­naie? Mein Ruck­sack? Wo ist mein Ruck­sack? Er liegt hin­ter dem Bis­ley! Ich schnap­pe ihn, rei­ße sei­ne Taschen auf und schüt­te­le so lang, bis alles zu Boden fällt. Doch mein Porte­mon­naie ist nicht da!

Unser ers­tes Erd­beer­fest

Kapi­tel 8
Wir fah­ren Auto, und In der Tat, weni­ge Meter wei­ter scheint der Deich zu Ende. Denn die Auto­ka­ra­wa­ne vor uns kommt zum Ste­hen, und ich fra­ge mich, wie bin­nen weni­ger Sekun­den die Dorf­idyl­le in inner­städ­ti­sche Autos-die-alles-ver­stop­fen-Hek­tik umschwin­gen kann. Schnell fah­re ich an den Deich­rand – dabei stür­ze ich mein Auto fast den­sel­bi­gen hin­un­ter – und betrach­te das rege Trei­ben.

Wird end­lich geht so

Kapi­tel 7
Ver­wun­schen liegt es da. Klet­ter­pflan­zen schlin­gen sich am Haus empor, Bir­ken, Erlen und eine Buche säu­men das alte Mau­er­werk, und das Dach, kläg­lich mit alten Schie­fer­schin­deln bedeckt – an den gro­ßen Löchern im Gie­bel ragen hier und da die Dach­bal­ken her­vor –, und der maro­de Schorn­stein ragen in den Him­mel. Die Fens­ter sind ver­han­gen, mit was, weiß der Teu­fel, und ich habe kei­ne Ahnung, wer hier ein­mal gewohnt hat. Aber das Haus, an einem Inland­deich irgend­wo in Kirch­wer­der gele­gen, hat eine, im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes, ganz zau­ber­haf­te Aus­strah­lung. Mensch und Tier, Bau­ern und Kar­ren, Kin­der­stim­men, Kat­zen, die jagen, Stim­men und Schweiß, Bei­sam­men­sein im Ker­zen­schein – alles an einem Ort mit einem Haus an die­sem Deich. Völ­lig ver­klärt, den­ke ich, egal. So ist das nun mal.

Süd­er­quer­weg

Kapi­tel 6
Ich fah­re die Stra­ße ent­lang, mit mei­nem Rad, an den klei­nen Back­stein­häu­sern vor­bei, tre­te in die Peda­le, und fah­re und fah­re und fah­re. Neben mir und um mich her­um nur die­se Häu­ser und Fel­der und der wei­te Him­mel. Ich weiß nicht mehr, ob es kalt war, ob die Son­ne schien oder ob es gereg­net hat. Da war nur die­se lan­ge, lan­ge Stra­ße und am Ende die­se klit­ze­klei­ne Apo­the­ke.

Haus Num­mer 1

Kapi­tel 5
Mitt­ler­wei­le ist eine Men­ge Zeit ins Land gegan­gen, und ich habe mich etwas tie­fer in die vier­län­der Kul­tur und ihre Bau­ern­häu­ser und so wei­ter ein­ge­le­sen. Außer­dem haben wir unse­re Face­book Vier- und Marsch­lan­de Sei­te gegrün­det und flei­ßig gepflegt (und wie schön – damals hat sogar die lie­be Frau Schwir­ten über uns in der Ber­ge­dor­fer Zei­tung berich­tet). David kann schon etwas mehr als nur Sab­bern und Schrei­en, und alles geht wei­ter­hin sei­nen gewohn­ten Lauf der Din­ge.